Huhn vom Grill aka Satay mit/ohne Spiess

By 26. März 2015 Allgemein 3 Comments

Zunächst einmal vorweg – Satay heißt übersetzt so viel wie “Huhn auf Spieß mit Marinade auf offener Flamme gegrillt.”
Und 
wo ist der Spieß bei unserem Satay Spieß? Kleiner Tip: Alles über 200 Portionen sollte ohne Spieß angegangen werden… Man lernt nie aus.

Ob nun mit oder ohne Spieß eins bleibt in jedem Fall gleich: Der Geschmack ist einfach geil!

Wie fangen wir also an?
Zunächst schnappt ihr euch das gute Vogelvieh und befreit das Fleisch von Knorpel und Sehnen. Ohne Witz, kauft den guten Kram. Das Huhn ist schließlich absoluter Geschmacksträger und der Unterschied gewaltig.
 Haut könnt ihr dran lassen und das Fleisch in Streifen von 3x1cm schneiden.

Alle Zutaten für die Marinade schmeißt ihr in euren Standmixer und Püriert alles so fein, dass ihr das Fleisch damit ordentlich einreiben könnt. Danach lasst alles mindestens 4 Stunden durchziehen, gerne auch über Nacht.
Apropos Nacht. Die Erdnusssoße braucht definitiv eine gesamte Nacht um so richtig auf Touren zu kommen. Es bieten sich also an, Spieße und Soße einen Tag vor dem Grillfest startklar zu machen.

Die Erdnüsse lasst ihr zunächst einmal bei 170 Grad für 12-16 Minuten rösten. Chili fein hacken, dabei kommt es auf euren Geschmack an. Feurig scharf – Kerne bleiben drin, lieber etwas milder – Kerne raus. Gleiches gilt für den Knoblauch der ebenfalls fein gehackt wird.
Die Erdnüsse wandern dann in den Möser und werden Grob zermahlen. Es sollen schließlich noch ein paar Stücke zu schmecken sein. Dann raus mit den guten Erdnüssen und hinein mit Salz, Chili und Knoblauch. Diese werden zu einem Püree verarbeitet. Ist das geschehen, dann kommen die restlichen Zutaten dazu, werden vermengt und wandern schließlich als Komplettpaket zu den Erdnüssen.
Erhitzen und so abschmecken wie es euch am besten passt. Zu Süß? Fischsauce hinzu! Zu mild? Chilis rein usw. Eure Geschmacksnerven werden euch leiten.

Am nächsten Tag geht‘s dann ans spießen. Das Fleisch wird möglichst lang auf die Spieße aufgesteckt.
Warum?
 Der Trick reduziert die Garzeit und garantiert ein gleichmäßiges Garen an allen Stellen.
Bevor es auf die Flamme geht brennt den Grill Rost ordentlich aus.

Spieße hamma also. Was nun?
Eine Seite des Grills für das direkte Grillen auf voller Kraft laufen lassen. Die andere Seite zum indirekten Grillen auf halber Kraft feuern lassen.
 Die Spieße je 1 Minute von jeder Seite mit direkter Hitze angrillen und ja, die dunklen Stellen sind gewünscht. Der Zucker aus der Marinade karamellisiert und verstärkt damit die Aromen aus der Marinade. Wer es weniger dunkel mag reduziert die Hitze oder verkürzt einfach die Grillzeit. 
Zum Garen lasst ihr die Spieße dann auf indirekter Hitze 2 Minuten ziehen.

May the Spice be with you!

Und wo habt ihr das Ding nun her? Und woher kommt Satay überhaupt?
Ah ein Interessierter Leser. Sehr schön!

Also zunächst kommt das Ganze aus Thailand (Das ist das was die Thais sagen….wobei auch die Indonesier darauf bestehen das Ursprungsland zu sein …who knows). Da hat eigentlich jeder Teil des Landes sein eigenes Rezept für die Spieße, na ja oder auch jeder Stand. Im Übrigen sind es dort auch echte Spieße… Müssen wohl ne andere Technik haben.
Na wie dem auch sei, sind wir auf unserer Reisen darüber gestolpert und nicht mehr davon weg gekommen. Die kleinen Straßenküchen am Wegesrand sind einfach der Hammer und hochspezialisiert auf dem Gebiet. Es gibt schließlich nur das eine Gericht. Jeden Tag.
Unser guter Freund Ampon Kuntapeng hat uns dann mal eingepackt und uns seine Lieblings Stände gezeigt. Eins steht fest, jeder Stand ist felsenfest davon überzeugt die besten Spieße zu machen. Unter uns gesagt: Alle waren verflucht gut und die Vielfalt mach es einfach aus.
Egal, Ampon hat uns dann jedenfalls seine eigenen Spieße gemacht und die waren der Hammer. Nach bitten und betteln hat er schlussendlich sogar das Rezept rausgerückt. Dickes Danke dafür!

Für die Satay Spieße
25 Holzspieße a 20 cm,
30 min in Kaltem Wasser eingeweicht
1 kg ausgelöstes Schenkel Fleisch
vom Freiland Geflügel

Für die Marinade
80 gr fein gehacktes Zitronengras
(Außen Blatt entfernt, oberes drittel entfernt)
60 gr geschälte, fein geschnittene Schalotten
3 Knoblauchzehen, geschält und fein gehackt
1 Birds Eye Chili
30 Galant, fein gehackt
10 gr. Frischen Kurkuma, geschält, fei gehackt
(ersatzweise geht auch Kurkuma Pulver)
20 gr. gerösteter, gemahlener Koriander
10 gr. gerösteter, gemahlener Kreuzkümmel
30 gr. Dunkel Thai Soja Soße
30 gr. Thai Fischsauce
50 gr. Brauner nasser Rohrzucker
5 gr. Salz
20 gr. Öl

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